Chronik der Kirchengemeinde
Christus König
in Gladbeck Schultendorf

Zeit   Pastor
1908/1909 Im Bereich der neuabgeteuften Möllerschächte entstehen 468 Wohnungen im Stil einer engl. Gartenstadtsiedlung. So bleibt durch Gärten und landwirtschaftliche Nutzung der Bezug zum jahrhundertealten Hof "Schulte Rebbelmund" erhalten.  
23.05.1910 Der KV von "St. Lamberti", der Muttergemeinde der Schultendorfer, beschließt, in Zweckel die "Herz Jesu Kirche" zu bauen.
16.11.1910 Erste Meßfeier in der ehemaligen Schulbaracke gegenüber der heutigen Kirche. Der Wunsch nach einer "Kirche im Dorf" wird immer stärker!
15.08.1911 Zum Rektor der "Filialkirche von Zweckel und Kolonie Rebbelmund" wird ernannt: Heinrich Gunnemann
Mai 1914 Mit der neuen "Herz Jesu Kirche" wird Zweckel zum eigenen Pfarrbezirk erhoben. Der seelsorgliche Schwerpunkt verlagert sich dorthin, die Ersatzkirche in Schultendorf wird abgerissen, obwohl hier bereits 2x so viele Menschen wohnen.  
19.04.1927 Der Gelsenkirchener Architekt Josef Franke wird mit der Planung einer Kirche mitten in der Kolonie Schultendorf beauftragt.
13.11.1927 Grundsteinlegung zum Neubau einer eigenen Kirche. Mit Unterstützung der Mutterpfarre "St. Lamberti" und großer Eigenleistung der Schultendorfer Bergarbeiter kann schon am
14.11.1928 die neue Kirche "Christus König" eingeweiht werden. Mächtig wie eine Burg steht sie im "Mittelpunkt des Dorfes", erinnert aber auch an die münsterländische Bauernhoftradition.
29.10.1928 Erster Rektor der Gemeinde "Christus König" wird: Arnold Kochen
11.11.1929 Im Arbeitslosenjahr 1929 wird der erste "Martinszug" in der Stadt Gladbeck ins Leben gerufen. An die Schultendorfer Kinder werden je ein Kilo Mehl und ein halber Liter Öl verschenkt.
04.10.1937 Mit der Leitung des Rektorats "Christus König" wird betraut: Paul Mühlsiepe
23.03.1945 Wenige Tage vor dem Einmarsch der Siegertruppen sinkt das Kirchenschiff durch Bomben in Schutt und Asche. Auch Schultendorf wurde zu zwei Dritteln vernichtet. Man plant daraufhin, die Rektoratsgemeinde aufzulösen. Pfarrektor Mühlsiepe errichtet im Pfarrheim eine Notkirche, die 150 Personen Platz bietet, er zimmert eigenhändig den Tabernakel. Bei soviel religiösem Engagement wird die Auflösung nicht weiter betrieben.
26.02.1950 Neuer Pfarrektor wird: Heinrich Linkholt
06.03.1950 Die Schultendorfer beginnen mit dem Wiederaufbau, indem man den Altarraum durch eine Mauer vom Hauptschiff trennt. In dreiwöchiger Knochenarbeit schafft man einen Gottesdienstraum für 300 Personen. Auch die Bergmannsfrauen helfen beim "Steinepicken".
07.05.1950 Der strahlende Optimismus von Pastor Linkholt ermutigt die Gemeinde zum Wiederaufbau der ganzen Kirche. Alle Schultendorfer schuften an der Baustelle für Gotteslohn. 60 % der Aufbaukosten sind Eigenleistungen der Bergleute nach Feierabend.
01.09.1950 Die Christus König Kirche ist wiederaufgebaut, allerdings mit kostensparenden Änderungen.
10.08.1952 Neuer Pfarrektor sorgt für eine neue Orgel und die künstlerische Ausgestaltung. Bernhard Böckmann
01.05.1953

Das Rektorat wird zur Pfarrei Christus König erhoben.
Bernhard Böckmann wird Pfarrer. Der nördlich der Gonheide / Talstr. gelegene Teil von Schultendorf gehört nun nicht mehr zur Pfarrei Herz Jesu. Ganz Schultendorf wird "wiedervereinigt". Auch Möller- und Bogenstraße kommen dazu.
Die im gleichen Jahr von Gottfried Kappen geschaffene Holzplastik der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, symbolisiert die 50-jährige Tradition des Bergarbeiterdorfes am Stadtrand von Gladbeck.

25 jähriges Bestehen und Festschrift zur Pfarrhebung   (1.419 kB im PDF-Format)

18.12.1955 Neuer Pastor der nun selbständigen Gemeine "Christus König" wird Bernhard Gernemann
24.12.1958 Drei neue Glocken, „Christkönig“ + “Barbara“ + “Bernardus“ läuten gemeinsam mit der vom Krieg verschonten „Lioba-Glocke“ das Weihnachtsfest ein.
ab 1966 entstehen nordöstlich des „Forstweges“, der Pfarrgrenze zu St. Josef, die ersten Häuser der neuen Siedlung „Rentfort Nord“. Pfarrer Gernemann bemüht sich auch um die neuen Gemeindemitglieder
23.09.1972 Der 67-jährige Pastor Gernemann wird abgelöst durch Franz-Josef Surmann
Okt. 1973 Mit 2349 Gläubigen ist Christus König die zweitkleinste Gemeinde in Gladbeck, hat aber mit 29,5% die höchste Kirchenbesucherzahl in Gladbeck. Pastor Surmann begeistert vor allem Jugend und junge Eltern, die auch aus anderen Gemeinden zu uns kommen.

Gladbeckerblatt " 50 Jahre Christuskönig im Industriedorf im Grünen" (324 kB im PDF-Format)

14.12.1975 Eine Renovierung der Pfarr- und Jugendräume wird beschlossen. Unter der Leitung des Gladbecker Architekten Heinz Hirnstein werden Pfarrheim und Jugendräume mit viel Eigenleistung der Gemeinde ausgebaut, da sie inzwischen viel zu klein geworden sind. Erste Pläne für Erweiterungen werden geschmiedet
01.10.1979 Der neue 3-Gruppen-Kindergarten wird nach Umbau eines alten Gebäudes der Hibernia wiedereröffnet. Planung und Leitung: Architekt Heinz Hirnstein.
16.02.1978 Der morsch gewordene Fußboden der Kirche muß zwingend renoviert werden, wobei wieder viel Eigenleistung der Gemeinde wegen knapper Mittel notwendig wird. Von da an wurden nicht nur der Altar, sondern auch die Bänke mehrmals umgestellt.
12.07.1978 Mit dem Oberhausener Kirchenarchitekten Werner Funke wird eine Behebung bautechnischer Mängel sowie eine künstlerische Neugestaltung von Kirche und Pfarrheim geplant. Das Bistum lehnt die „große Lösung“ des Pfarrheimumbaues ab, weil zu aufwendig.
19.11.1978 Am Christkönig-Sonntag feiert die Gemeinde ihr 50-jähriges Kirchweihfest. Kinder- Jugend- und Kirchenchor jubeln gleichzeitig.
- F E S T S C H R I F T   "Christus König 1928 bis 1978" - im PDF-Format (642 KB)
02.10.1979 Die Arbeiten zur Erneuerung des Außenputzes beginnen, die Kirche ist monatelang eingerüstet. Der im Krieg beschädigte Hahn auf der Kirchturmspitze wird durch eine Krone ersetzt.
02.11.1981 Die Warmluftheizung der Kirche wird erneuert. In Eigenleistung werden tiefe Gräben in der Kirche ausgeschachtet und 60 cm dicke, 5 m lange Rohre vergraben. Auch das entsprechend große Anschlußbauwerk wird in Eigenleistung ausgeschachtet und gemauert.
28.01.1982 Abnahme der Warmluftheizung. In der leergeräumten Kirche wird von jung bis rüstig der Innenputz abgeschlagen und durch eine Fachfirma erneuert. Als die Kirche voller Gerüste steht, feiert die Gemeinde darin sogar einen Gottesdienst : „Baustelle Kirche“
25.02.1984

Durch einen Kabelschmorbrand brennt in der Nacht vom 24. zum 25. Febr. das Pfarrheim aus, das erst 1977 mit viel Eigenleistung zur „guten Stube“ mit Küche und Theke umgestaltet wurde.

Die Kirche ist zum großen Teil wieder benutzbar. Deckenausmalung und Taufkapelle sind fertig. Die Gemeinde sitzt auf neuen rund angeordneten Bänken.
Okt. 1986 Der erkrankte Pastor Surmann wird als Krankenseelsorger ins Ennepetal versetzt. Pastor Goldstein leitet kommissarisch die Gemeinde.
28.06.1987 Der neue Pastor wird :
vom Klerus des Dekanates wird er in einem Festgottesdienst mit Ehrengarde, Kirchenchor und Orchester eingeführt. Wegen des warmen Wetters fand die Feier danach draußen statt.
Klaus Werner
20.11.1988 am 60-jährigen Kirchweihfest wird durch Weihbischof Wolfgang Große der neue Altar eingeweiht.
Auch das große Meditationswandbild ist fertig. Es fehlt noch das Altargeländer, die Gestaltung der Fenster und eine neue Orgel.
24.08.1997 der Höhepunkt der vielen Feste des Jahres 1997 ist die Feier des silbernen Priesterjubiläums unseres Pastors. Auch ist die künstlerische Ausgestaltung der Kirche abgeschlossen.
Was wollen wir noch mehr?
15.11.1998 Mit einem Festgottesdienst und Empfang im Pfarrheim feiert die Gemeinde ihr 70-jähriges Kirchweihfest
04.03.1999 Pfarrer Klaus Werner mit 52 Jahren gestorben. Er wird bis zum 10. März in der Kirche aufgebahrt.
Nach einem feierlichen Auferstehungsamt wird er in der Priestergruft in Gladbeck-Mitte beigesetzt.
04.09.1999 neuer Pfarrer wird:
vom Klerus des Dekanates wird in einem Festgottesdienst mit Ehrengarde, Kirchenchor und Orchester Herr Clemens Bombeck, der auch Pfarrer in Herz Jesu ist, eingeführt. Zugleich wird Pastor Erwin Isifovici eingeführt und zieht in unser Pfarrhaus ein.

Clemens Bombeck

30.04.2003

Der seit 1980 in Abschnitten durchgeführte Umbau und die Neugestaltung der Kirche ist mit der Erneuerung des  behindertengerechten Eingangsbereiches, den  Toilettenanlagen im Pfarrheim und der Dachstuhlsanierung plus Erneuerung des Daches, nun beendet.
Anlässlich des 75 jährigen Bestehens wurde der Innenraum der Kirche mit einem neuen Anstrich versehen.

 
18.05.2003 feiert die Gemeinde:
vorgezogen ihr 75-jähriges Bestehen und zum letzten Mal 50 Jahre selbständige Pfarrei.
29.06.2003

Pastor Erwin Isifovici feiert sein 20-jähriges Priesterjubiläum.

01.10.2003 Unsere Gemeinde wird auf Anordnung des Bischofs mit der Gemeinde Herz Jesu zusammengelegt. Man will so Kosten sparen und dem dramatischen Priestermangel Rechnung tragen.

15.01.2006

Die Christus Koenig Kirche wird im Zuge der Umstrukturierung des Bistums zur "weiteren Kirche" erklärt.
28.01.2006 Mit einem Dankgottesdienst ist Pastor Erwin Isifovici aus unserer Gemeinde verabschiedet worden. Er wird nach Bottrop in die Gemeinde Sankt Michael als Pastor versetzt.
24.08.2006 Gründungsversammlung des Vereins mit dem Namen "Förderverein der Christus-König-Kirche Gladbeck"